Siedlung

Lukombe ist ein Dorf in der Provinz Lomami in der Demokratischen Republik Kongo. Mit rund 5.000 Einwohnern ist Lukombe der zentrale Ort für die Versorgung von weiteren 27 umliegenden Dörfern.

Die Bevölkerung lebt ganz überwiegend von Subsistenzwirtschaft. Nicht alle Familien schaffen es, genügend Nahrungsmittel für ihre Mitglieder anzubauen. Der Klimawandel macht sich hier äquatornah mit längerer Trockenheit bemerkbar. Eine Bewässerung der Felder ist im Dorf bislang nicht möglich.
Bis zur Einrichtung des Brunnens mussten die Frauen und Mädchen des Dorfes je 2 km hin und zurück zu einer in einem Tal liegenden Quelle laufen, um Wasser ins Dorf zu transportieren. Wegen eines Hangs dauerte die Überwindung der Strecke ca. 1,5 Stunden. Für ausreichende Hygiene lässt sich so nicht genug Wasser heranschaffen.


Die Quelle diente der Dorfbevölkerung auch zum Waschen und Baden, was die Qualität des Trinkwassers noch weiter verschlechtert hat.
Nach dem Bau unserer Brunnenanlage hat sich die Lage entspannt. Aktuell werden 5000 Liter pro Tag gefördert. Die Wasserqualität ist gut.
Die medizinische Versorgung des Dorfes ist rudimentär. Es gibt eine Krankenstation mit einem Krankenpfleger, die praktisch keine instrumentelle und produktmäßige Ausstattung hat.

Das gesundheitliche Hauptproblem der Region ist die Malaria
gefolgt von anderen Infektionen wie Typhus, Cholera und anderen Durchfallerkrankungen besonders bei Kindern sowie Verletzungen.


Das nächste Krankenhaus ist in Pegne, etwa 80 km von Lukombe entfernt. Die Kranken müssen auf Mopeds oder Fahrrädern dorthin transportiert werden.
Vor dem Bau der neuen Schule gab es bereits vier Schulen im Dorf für etwa 300 Schüler in sechs Klassen, Mädchen und Jungen gemischt. Keine der Schulen hatte jedoch eine Sanitäranlage. Schüler und Personal verrichteten ihre Notdurft im Wald.

Die schwachen Mauern konnten keine Dachkonstruktion tragen. Der Boden war aus gestampftem Lehm. Ein undichtes Palmblätterdach konnte das Eindringen des Regenwassers bei stärkeren Güssen nicht verhindern.
In der Folge fiel der Unterricht regelhaft aus, mehrere Wochen im Jahr.
Es waren keine Tische, Bänke oder Wandtafeln vorhanden. Die Kinder saßen auf Matten auf dem Boden. Es fehlte zudem an Schul- und Arbeitsmaterial.
Mit dem Bau der neuen Schule konnte dieser Missstand erfolgreich beseitigt werden.

Marie von Ebner-Eschenbach
„Wenn man nicht aufhören will, die Menschen zu lieben, darf man nicht aufhören, ihnen Gutes zu tun.“